Klänge tief im Herzen
17.12.2007
Tosender Applaus. Fast 300 Menschen, die sich erheben und jubeln. Selbstverständlich nicht nur für mich, sondern für die Anderen auch. Ein ergreifender Moment. Doch das ist es nicht, was mir die Tränen in die Augen steigen lässt?
Vielmehr ist es das Bewusstsein, dass wir viel näher zusammen gewachsen sind, das Gefühl von Einheit und Gemeinschaft. Vor allem aber sind es die Worte unseres Dirigenten. Ich weine nicht, weil jetzt nach dem Konzert alles vorbei ist, sondern weil es gerade erst angefangen hat. Ich bin bewegt, weil ich so deutlich spüren kann, wie lieb uns unser Dirigent hat - und dass wir alle dies erwidern.
Erinnerungen an die vergangenen Monate steigen in mir auf. An Chorproben, in denen es laut und unruhig war, wo man scheinbar nichts erreicht hat. Solche, nach denen man ein wenig frustriert nach Hause gefahren ist. Aber dann ziehen die weiteren Wochen und Monate vor meinem inneren Auge im Zeitraffer daher und von Mal zu Mal wird es besser. War es am Anfang nur ein Funke der Hoffnung, ist es jetzt zu tosender Begeisterung geworden. Wie der Applaus. Der ist für dich.
Alle, die wir hier sind, haben nicht aufgegeben daran zu glauben, dass wir es schaffen können.
Und wir haben es geschafft!